Stifter der Tafel Ilmenauer 
Wohnungs- und Gebäudegesellschaft mbH

Einweihung 20.11.2007

Die Tafel wurde auf Initiative Ilmenauer Heimatfreunde errichtet.

Entwurf Bernd Frankenberger, Günter Andrä

 

 

 

Nach Aufzeichnungen des Ilmenauer Bürgermeisters Paul Eckardt  war im Jahr 1891 im Stift Platz für 8 bis 10 Personen.
Man musste trotz Notlage warten, bis ein Platz frei wurde. Vor allem alte, verwitwete Frauen waren besonders notleidend.
War der Ernährer der Familie ausgefallen oder verstorben, konnte man sich mit dem Nötigsten nicht mehr versorgen.
Die Mieten waren teuer, es herrschte große Wohnungsnot. Die eigenen Kinder konnten sich kaum selber über Wasser halten. Die Löhne der einfachen Arbeiter waren sehr gering, sie reichten oft nicht aus, die meist großen Familien  zu ernähren.

Die alten Zeiten waren also nicht ganz so angenehm, wie man später gerne glauben möchte. In Ilmenau gab es ab 1868 in der Porzellanstraße ein Armenhaus, in dem die Zustände sehr schlecht waren. Meist hausten mehrere Familien in einen Zimmer. Es war überfüllt und man war bemüht, diejenigen die Arbeit hatten, auszuweisen. Diese hatten aber meist mit ihren finanziellen Mitteln, so gut wie keine Chance eine Wohnung zu mieten. So war das Heusingersche Stift für einige, meist alte und kranke Frauen, der rettende Anker.

 

 


Bild 2010

     


verwendete und empfohlene Literatur

Heusingscher Stift
Beitrag von
Dr. Barbara Rosonsky
im Ilmkreis Almanach
Beilage zum
Freien Wort
Dezember 1994

Artikel
Thüringer Allgemeine
21.11.2007

 

 

 
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